Júlia Kozáková
Manuša. Reichtum zentraleuropäischer Roma-MusikJúlia Kozáková I Stimme
Viliam Didiáš I Violine
Géza Jónás I Zymbal
Vojtech „Bélu“ Botoš I Viola
Ján Rigó I Kontrabass
Zsolt Várady I Gitarre
Vergangene Veranstaltung
Beschreibung
Dunkel gefärbt und doch klar, mit der Ausdruckstiefe und zugleich federleichten Eleganz einer Jazzsängerin ausgestattet: So klingt die Stimme der in der Slowakei geborenen Júlia Kozáková. Mit 13 sang sie im Kinderchor der bedeutenden tschechischen Roma-Diva Ida Kelarová – eine Schlüsselbegegnung. Musik bereichert uns, das ist Kozákovás schlichtes Credo, und mit dieser Haltung interpretiert sie das reichhaltige Erbe der Roma-Musik.
„Manuša“ bedeutet „Mensch“ oder auch „menschlich“. Das gleichnamige Projekt mit Roma-Musik von Osteuropa bis Belgien begann 2020. Eine erste CD wurde mit Förder- und Newcomer:innen-Preisen ausgezeichnet. 2025 erschien das womöglich noch brillantere Album „Manuša II“, das prompt mit einem Radio_Head Award ausgezeichnet wurde.
Bereits mit Diplomen in Ethnomusikologie an der SOAS-University London (wo sie unter anderem bei der Flamencosängerin Silvia Reina lernte) und Jazzgesang an der Janáček-Akademie in Brünn ausgestattet, ist Kozáková gerade dabei, einen Master of Music in Contemporary Performance am Berklee College in Valencia zu absolvieren.
Ihre Band scheint alles im kleinen Finger zu haben, von rasanten Stücken mit virtuosen Improvisationen über swingenden Sinti-Jazz à la Django Reinhardt bis zu freien, rauen Balladen mit herzzerreißenden Texten.