Programm

Vorwort

Wege, Reisen, Pfade

23. Festival Glatt & Verkehrt 2019
12. – 28. Juli 2019 Krems, Wachau und Umgebung

Festival-Vorwort von Albert Hosp

Sesshaftigkeit gehört nicht von Vornherein zur Natur des Menschen. An bestimmten Punkten des Lebensweges unser Lager aufschlagend, tragen wir das, was „Heimat“ oder „Identität“ genannt werden könnte, in uns. Es ist die Kultur, also auch die Musik, die diese Identität prägt und im Unterwegs-Sein Halt gibt.Das klingt nun im Zeitalter der extrem dichten Ballungsräume, die zu Mega-Cities zusammenwachsen, ein wenig naiv. Gleichzeitig befinden sich so viele Menschen wie noch nie auf unfreiwilligen Reisen. Eine Gesellschaft, die global vernetzt sein und sich doch gegen „Andere“ abschotten will, zeichnet die Ströme von Geflüchteten als Schreckensbild. 

Diesem ungeheuer komplexen Thema einen Festivalschwerpunkt zu widmen, mag waghalsig erscheinen. Doch wir versuchen es: mit genau positionierten Streiflichtern. Besonders interessiert uns dabei die Reflexion, das Ergebnis von Biografien, die von – freiwilligen und erzwungenen – Reisen geprägt sind. Herkunft erklärt sich damit nicht mehr durch die Angabe von Nationen, sondern mittels Narrativen von Menschen und Musikstilen. 

Insgesamt fünfmal widmen wir uns mit dem Fokus „Lider fun die Mentshn“, den Wanderungs- und Fluchtbewegungen jüdischer Kultur: Lieder und Erzählungen von Menschen werden ganz konkret im außergewöhnlichen kanadisch-russischen Programm Yiddish Glory gegenwärtig, sowie in weiteren Konzerten, Tafelmusiken und dem Spaziergang zu einigen Punkten der Geschichte von Krems/Stein thematisiert. 

Eine der großen Linien von Osten nach Westen, die Seidenstraße, bringt das 5-Nationen-Ensemble Refugees for Refugees zum Klingen. 

Internationale Programme kommen außerdem aus dem spanischen Galicien, den Kapverden, Kuba, dem südlichen Italien und Trinidad, wobei sämtliche Länder und Regionen immer auch als Ausgangspunkte zu verstehen sind. Klezmer und Calypso, Country Music und Balkan Sounds, werden so zu klingenden Reiseberichten. 

Dies gilt ganz besonders für den Griechenland-Schwerpunkt, der von der aktuellen Musik von Kristi Stassinopoulou und Stathis Kalyviotis, die als Artists in Residence während des gesamten Festivals in Krems sind, bis zu den großen antiken Stoffen Aeneis (mit Michael Köhlmeier) und Odyssee (mit dem Duo Wolfram Berger und Peter Rosmanith) reicht. Aus Österreich haben weitere KünstlerInnen wie Mira Lu Kovacs und Clemens Wenger, Asja Valcic und Klaus Paier, Florian Sighartner und viele andere neue Programme erarbeitet. 

Die meisten der 33 Programmpunkte sind Uraufführungen bzw. Österreich-Debüts.
Der Festivalpartner Ö1 überträgt wieder mehrere Stunden live aus der Sandgrube und sendet in den Übertragungspausen Spezialprogramme zu einzelnen Festival-Themen. 

Seien Sie gespannt, wir sind es auch!
Ihr
Albert Hosp – auch im Namen von Kurator Johann Kneihs und dem gesamten Festival-Team. 

 

 

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