Referent:innen 2024

*** Die Kurse von Mia Marine und Marko Kölbl sind bereits restlos ausgebucht! 
Auch die Einzelzimmer im Exerzitienhaus Gästehaus sind bereits ausgebucht. ***

© Kate Mount

Adriano Adewale | Brasilien 
Perkussion, Body Percussion, Stimme 

Rejoice, Adriano‘s back! Er ist ein Weltklasse-Perkussionist. Und er ist ein gefragter Komponist genreübergreifender Werke, bei dem Veranstalter:innen aus aller Welt anklopfen. Die wichtigste Inspiration für seine Arbeit kommt aus der afro-brasilianischen Perkussion. Ausgehend vom Herzschlag setzt er sich mit dem Gefühl für den Puls und der daraus entstehende Musik. Es geht ihm darum, den Körper zu „orchestrieren“, der Kreativität freien Lauf zu lassen oder sogar eigene Texte zu den Rhythmen zu erfinden. 
Adriano wurde in São Paulo geboren, lebt seit 2000 in Europa und unterrichtet u.a. an der Sibelius-Akademie von Helsinki im Global Music Department.
Beständig dabei, sein eigenes Repertoire zu erweitern und zu vertiefen, hat er in Helsinki erst kürzlich eine Doktorarbeit begonnen. Thema: Der afro-brasilianische Musikbogen Berimbau, weltweit als Begleitinstrument des Capoeira bekannt.
Wenn es jemanden gibt, der Musik als gesamtkörperliches Erleben vermitteln kann, dann Adriano.

Dieser Kurs richtet sich an alle Rhythmus-Begeisterte, egal ob vokal oder instrumental.
Unterrichtssprache: Englisch

© Marina Uzelac

NEU: Dunja Bahtijarević und Luka Čapeta | Kroatien 
Stimme, Vokalensemble, Arrangement 

Die Sängerin Dunja Bahtijarević und der E-Gitarrist Luka Čapeta verbringen als Artists in Residence für Glatt&Verkehrt einen Monat in Krems. Als Duo Dunjaluk musizieren sie Vokalmusik vom Balkan, vor allem bosnische Sevdalinke, aber auch kroatische Lieder in außergewöhnlichen Arrangements.
Wie das geht, vermitteln sie in ihrem gemeinsamen Kurs in zwei Schritten: Zunächst lernen wir – auch mithilfe von originalen und historischen Tonaufnahmen – die Melodien und Rhythmen kennen und fragen uns: Was macht die besondere Stimmgebung mancher Regionen aus? Wie unterschiedlich klingt es in ländlichen oder urbanen Räumen, und worin liegt die Faszination der unregelmäßigen und doch so „swingenden“ Taktarten? Im zweiten Teil geht es dann in Kleingruppen darum, sich die Lieder zu eigen zu machen und neue Arrangements auszuprobieren.
Dunja hat für die Jeunesses Musicales International als Dozentin gearbeitet und ist in Bands wie Pjesme, Çhâñt élečtrónïqùe oder dem Mimika Orchestra tätig. In letzterem spielt auch Luka am Vienna Music Institute bei Peter Rom studierte. 

Der Kurs richtet sich an alle Gesangsfreudigen und Gitarre-Begeisterten.
Unterrichtssprache: Englisch

© Anne-Catherine Pierrot

Marinette Bonnert | Belgien 
Diatonisches Akkordeon, Tanz 

Mit ihrer pädagogischen Meisterschaft und ihrer gewinnenden Persönlichkeit bereichert Marinette das Werkstatt-Team seit vielen Jahren, sei es beim Tanz im Plenum, vertiefend im Unterricht für diatonisches Akkordeon oder als einfühlsame Vermittlerin bei allen mitgebrachten Instrumenten. Bereits mit zwölf Jahren entdeckte die gebürtige Belgierin ihr Interesse an traditioneller Tanzmusik. Beim wallonischen Tanzmusikmeister Louis Spagna studierte sie das Akkordeonspiel und die enge Beziehung zwischen Tanzenden und Musizierenden. Ihr Repertoire umfasst Melodien aus Belgien und Frankreich, Paartänze (Mazurka, Scottish, Valse à 5 temps) oder Gruppentänze (Mixer, Kreistanz). Marinette ist übrigens auch diplomierte Rhythmikerin. Als Musikerin verfügt Marinette Bonnert über einen ausgeprägten Individualstil: Sie spielt einen einzigen Ton und sofort wissen alle, dass es ihr Ton ist. Zu erleben ist dies auch bei den Ensembles „21 BOuTONS“ Musikgruppe“ oder „Calamalys“. 

Ihr Kurs ist nicht nur für die angegebenen Instrumente, sondern für alle Instrumentalist:innen offen.

© Promo

Evelyn Fink-Mennel | Österreich
Ensemble für 9 bis 14-Jährige, Schwerpunkt Streichinstrumente, Leitung der Musikwerkstatt

2023 startete Evelyn den Versuch eines U15-Workshops und konnte sich über rege Beteiligung und tolle Ergebnisse freuen. Als Werkstatt-Leiterin ist es ihr ein besonderes Anliegen, die Themen der Werkstatt gerade für jüngere Generationen aufzuarbeiten: Erlernen traditioneller Melodien von fern und nah, Transport alter Volksmusik ins heute, musikantisch-tänzerische Miteinander, gesungen und gespielt.
Die in Andelsbuch im Bregenzerwald geborene Musikerin, Pädagogin und Wissenschaftlerin spielt in Duos und größeren Ensembles, sei es mit Philipp Lingg (finkslinggs) oder dem Streicherkollektiv Messis Cellogruppe. Evelyn unterrichtet und forscht an der Stella Vorarlberg Privathochschule für Musik (am Zentrum Folk- und Volksmusikforschung Bodenseeraum). Auch an Vorarlberger Musikschulen gibt sie ihr Wissen von Volksmusik bis Klassik und Improvisation weiter. Die Liste ihrer Tonträger umfasst Kinderlieder, instrumentale Tänze aus alten Sammlungen oder auch erotische Vierzeiler. Sie bringt dabei stets, um den Titel ihrer ersten, 1993 veröffentlichten CD zu zitieren „Olts und Nüs“, also Altes und Neues zusammen. Evelyn leitet noch weitere renommierten Kurse, wie „Radix“ beim Walser Herbst.

© Konstantin Vlasich

*** AUSGEBUCHT*** NEU: Marko Kölbl | Österreich
Stimme, Gesangsensemble 

Ob es burgenlandkroatische Volkslieder sind oder das zweistimmige Singen in der archaisch klingenden „istrischen Skala“, ob die slawonische Mehrstimmigkeit und die „Popevke“ aus Međimurje anklingen oder die verschiedenen Singstile in der Herzegowina, Kroatien und Serbien, bis hin zu bulgarischen Liedern hörbar werden: Die zahllosen Singtraditionen in den Regionen des sogenannten „Balkans“ sind Thema dieses Kurses. 
Marko Kölbl hat zunächst an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien ein klassischen Klavierpädagogikstudium absolviert. Bald legte er seine Perspektive auf ethnomusikologische Forschung, erlangte am Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie (IVE) ein Doktorat und unterrichtet seit zehn Jahren in Theorie und Praxis. Seit Oktober 2022 ist er der Leiter des IVE.
Marko beschäftigt sich sowohl forschend als auch künstlerisch „mit Musik und Tanz von Minderheiten und migrantischen Communities mit einem Fokus auf intersektionale, queer-feministische und postkoloniale Perspektiven“, wie es auf der Instituts-Website heißt. Ausgehend von seiner Heimat Stinjaki/Stinatz liegt sein persönlicher künstlerischer Fokus auf Vokaltraditionen aus Südosteuropa.

Dieser Kurs ist offen für alle Singbegeisterten.

© Promo

*** AUSGEBUCHT*** Mia Marine | Schweden 
Violine und andere Streichinstrumente

Mia ist zum dritten Mal dabei und längst aus dem Team nicht mehr wegzudenken. Bei ihr springt der Funke der Begeisterung sofort über, und die Spielfreude ihrer Werkstatt-Ensembles ist einfach unwiderstehlich. 
Spieltechniken auf Streichinstrumenten für eine gute Tanz-Groove, das Erfinden eigener Stimmen und ein gutes Arrangement zu verfassen, alles auf Basis schwedischer bzw. skandinavischer Traditionen: Darum geht es im Kurs von Mia Marine.
Als eine der wichtigsten Persönlichkeiten der nordischen Geigen-Szene tourt Mia in den unterschiedlichsten Besetzungen (wie Marine & Roswall, MP3 oder im Ensemble von Lena Willemark) weltweit. Als Komponistin und Lehrerin leitet die in Värmland geborene Musikerin ihre eigene Online-Akademie (fiddleacademy.com) und unterrichtet an der Musikuniversität Göteborg. Ihre Musik erklingt grenzüberschreitend zwischen purer Volksmusik und klassischer Kammermusik: 
Die zutiefst rhythmische Qualität ihrer Musik hat sie unter anderem in Zusammenarbeit mit dem berühmten schwedischen Tänzer und Choreographen Mats Ek unter Beweis gestellt.

Der Kurs richtet sich an alle, die Geige oder Bratsche, aber auch Cello oder Kontrabass spielen.
Unterrichtssprache: Englisch 

© Kimia Rahgozar

Daniel Moser | Italien-Südtirol
Saxophon, Bassklarinette, Querflöte, Arrangement

Daniel ist zum vierten Mal im Team der Referent:innen und ein richtiger Magnet für die Werkstatt-Teilnehmenden. Mit einem Diplom für Jazz-Saxophon ausgestattet, bezeichnet er sich gleichzeitig als „bekennender Autodidakt“. In dieser spielerischen Ambivalenz weckt und fördert er individuelle Fähigkeiten und baut sie ins Gesamterlebnis ein.
Alte Tanzmusik und neuer Jazz, klassischer Folk und zeitgenössische Spielarten sind bei ihm gleichermaßen gut aufgehoben. 
Gespielt werden Stücke aus verschiedenen europäischen Regionen, wobei Daniel für diese Werkstatt auch einiges aus seiner Heimat Südtirol mitbringen wird. Dabei geht es um Jodler und Landler ebenso wie die aus dem Piemont stammende Monfrina. Daniel spielt in so unterschiedlichen Bands wie beim Wiener Sketchbook Quartet oder den Tanzhausgeigern. Er unterrichtet Weltmusik an der Musikschule Simmering in Wien.

Sein Kurs ist neben den angegebenen Blasinstrumenten auch offen für alle Instrumente mit besonderem Augenmerk auf musikalische Interaktion.