Programm

Wenn sie auf der Bühne stehen, dann glaubt man, die Hitze Andalusiens zu spüren, den Sand, den der Wind von der Sahara herüberweht, die Schönheit und Kargheit des Landes, aus dem sie kommen. „La Banda Morisca“, der Maurische Streifen, ist die historische Bezeichnung für das Grenzgebiet zwischen dem arabischen Emirat Granada und den christlichen Königreichen Murcia, Jaén, Córdoba und Sevilla. Das Wort Banda kann aber auch Musikkapelle bedeuten – ein passender Name (und ein passendes Wortspiel) für ein Ensemble, das sich dem Erbe von El Andalúz verschrieben hat, wo Orient und Okzident einander bekämpft und sich gegenseitig befruchtet haben. Davon zeugen die herbe Schönheit und die „Arabesken“ des Flamenco als eines der Elemente, die bei der Banda Morisca zusammenfließen. Ihre Musik bewegt sich nicht nur zwischen den Polen „arabisch“ und „christlich-europäisch“ (wie generell die Musik aus dem Süden Spaniens), sondern auch zwischen der Musikuniversität Sevilla, wo einige der sieben Mitglieder studiert haben, und den Städtchen und Dörfern der Umgebung, aus denen sie kommen – beidem sind sie gleichermaßen verpflichtet, der bodenständigen Tradition und der vertieften professionellen Auseinandersetzung. Ihre Auftritte sind sinnliche, farbenreiche Schauspiele, akzentuiert durch die sensationellen Darbietungen des erst 18-jährigen Tänzers.

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