Programm

Helge Schneider ist keine konkrete Form, sondern ein Urzustand von Kreativität, aus dem sich die unglaublichsten Kunstfiguren materialisieren, oft nur für ein Lied lang. Zwischen dem Abfeiern von heftigstem Nonsens (das Wort passt besser als das deutsche „Unsinn“, denn bei Helge Schneider geht es immer wieder um „NICHT-Sinn“, um die Bedeutungslosigkeit, auf Basis derer freilich die erschütterndsten Weisheiten möglich sind) und purem, starkem Jazz ist alles möglich. Nicht erst seit dem Film „Jazzclub“ (2005) steht fest, dass hinter dem Entertainer ein fantastischer Pianist und Bluesinfizierter Gitarrist erster Güte steckt. Cello-Spielen kann er auch, zumindest so tun als ob. Er weiß, dass es in der Musik ebenso wie in der Komik auf das Timing ankommt. Dazu gehört auch die Pause – Schneider kann perfekt eine Pointe so lange hinauszögern, bis wir sie gar nicht mehr brauchen.

Eigentlich gibt es ihn ja seit 2014 nicht mehr, denn da hatte der 1955 Geborene seinen Rücktritt bekanntgegeben. Zwei Jahre später war er wieder da, verwendete altersweise in seinem Programm den Begriff „Opa“ und widmete sich der Ahnenforschung. Das Ergebnis ist „240 Jahre Herrentorte!“. Wie alle wahren Künstler, die sich über Jahr und Tag treu bleiben, hat es auch Schneider geschafft, als Klassiker definiert zu werden, mit Auftritten in der Münchner Philharmonie oder auf der Berliner Waldbühne. Höchste Zeit, dass er im Rahmen seiner Sommertournee auch zu uns kommt! 

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