Klangraum Krems Minoritenkirche

Minoritenplatz 5, 3500 Krems-Stein

Die aus dem 13. Jhdt. stammende Minoritenkirche Stein ist die älteste Bettelordenskirche nördlich der Alpen. Über die angebliche Gründung, die im Jahre 1224 erfolgte, ist wenig bekannt. 1253 hat jedenfalls der Konvent voll bestanden, da in diesem Jahr die Hausoberen der Steiner Minoriten in einer Urkunde König Ottokars von Böhmen erschienen. 1264 wurde die Kirche zu Ehren des hl. Ulrich eingeweiht; aus dieser Zeit stammt das dreischiffige Langhaus. Für die Bauzeit des Chores geben die Quellen keine direkte Angaben. Unter den Wandmalereien sind der Schmerzensmann am vorletzten Pfeiler links und ein Kruzifix im Chor in der Art italienischer Trecento-Malerei besonders erwähnenswert.

Nach der Klosteraufhebung, die 1796 erfolgte, wurde die Kircheneinrichtung entfernt und im Chor 1850 ein Tabakwarenlager der Steiner Tabakfabrik eingerichtet. Das Langhaus diente zuletzt als Rüsthaus der Freiwilligen Feuerwehr Stein. Seit 1951 ist der wiederhergestellte Kirchenbau Sonderausstellungsraum. Hier fanden bedeutende kunst- und kulturgeschichtliche Ausstellungen, wie Romanische Kunst in Österreich, Gotik in Niederösterreich, Franz von Assisi usw. statt.

Von 1992 bis 2001 wurde die Minoritenkirche als Ausstellungs- und Konzertraum von der Kunsthalle Krems genutzt. Das Programm wurde primär der zeitgenössischen Kunst gewidmet, Bereiche die sich mit dem der Gegenwartskunst immanenten Thema "Raum" beschäftigen. Anfang 2002 wurde die Minoritenkirche der NÖ-FestivalGes.m.b.H. übergeben, diese hat eine umfangreiche Adaptierung und Renovierung des gesamten Gebäudes eingeleitet - der Innenausbau wurde im April beendet, die Aussenrenovierung wurde Ende 2003 fertiggestellt.In Zukunft soll dieser Raum primär als Zentrum für zeitgenössische Musik - KlangRaumKrems - Minoritenkirche  - positioniert werden.

Klangraum Krems Minoritenkirche

Minoritenplatz 5
A-3500 Krems
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Web: www.klangraum.at