„In nur acht Dreivierteltakten muss alles gesagt sein.“ Ich freue mich, Ihnen das Werkstatt- Programm in gebotener Kürze vorstellen zu dürfen!
Eine improvisierte Kurzgeschichte – so könnte man das Gstanzl deuten. An sich eine Vokalgattung, ist es doch eng mit Instrumentalmusik, Tanz und Rhythmus liiert. In Göttweig steht „Gstanzl“ für die inhaltliche Richtung der Werkstatt: die Aneignung volksmusikalischer Grammatik, die Verlebendigung durch Spontaneität und Improvisation und das Formulieren im Jetzt. Die Gstanzl-Praxis macht traditionelles und sehr spontanes Musizieren erfahrbar und greift den noch jungen Werkstatt-Schwerpunkt Improvisation aus einem volksmusikalischen Blickwinkel auf. Das Thema „Gstanzl“ soll produktive Schnittstellen aus der Sicht der unterschiedlichen Referenten-Weltbilder bis hin zur musikalischen Jugendkultur ermöglichen. Zum ersten Mal gibt es einen Composer in Residence: Llorenç Barber, der für den Ort Göttweig und seine Klänge ein Werk schafft und mit den TeilnehmerInnen zur Uraufführung bringt. Montserrat Palacios wird neben ihrer künstlerischen Mitarbeit beim heurigen Glockenkonzert stimmbildnerisches und eine neue Werkstatt-Facette, das Oberton-Singen, anbieten. Auch heuer sollen neue Musikregionen und Instrumente einen Platz finden: Pietro Bianchi bringt die Grenzregion Tessin/Lombardei und Jarrod Cagwin den Rhythmus als Hauptfach nach Göttweig. In bewährter Weise freilich gibt es ausgiebig Gelegenheit, musikalisch Handfestem auf der Spur zu sein, sei es in Kernzeiten beim Wunschreferenten, im Ensemblemusizieren oder im Austausch musikalischer Erfahrungen im ganzheitlichen Sinne: singend, spielend, fantasierend und tanzend. Darüber hinaus bieten die Plenumseinheiten Möglichkeit, mit allen ReferentInnen praktisch zu arbeiten.
Das Kursprogramm richtet sich an alle Instrumentengruppen und bietet ideale Fortbildungsmöglichkeit auch für bereits bestehende Ensembles.
Machen auch Sie sich einen Reim!
Seien Sie herzlich Willkommen! Evelyn Fink-Mennel
"In der Veränderung liegt die Beständigkeit. Ein mögliches Motto, mit dem die Werkstatt getrost in ihr elftes Jahr gehen kann." (Albert Hosp)