Samstag 28.07. | Winzer Krems, Sandgrube 13 - Zeltbühne | 20:30
Alan „Gunga“ PURVES | Schlagzeug, Perkussion
Seine Soli im Konzert von Ernst Reijsegers „Colla Voche“ waren ein umjubelter Höhepunkt von Glatt&Verkehrt 06. Und das nicht etwa, weil Alan „Gunga“ Purves besonders virtuos oder besonders extrovertiert spielt. Hier wagt es einer vielmehr, mit kindlicher Freude, kindlicher Neugier und einer Art kindlichen Staunens seine unvergleichliche Kunst zu zeigen – zu einem nicht geringen Teil auch noch mit Kinderspielzeug. Rasseln, Quietschenten und farbige Gummirohre – nichts ist vor Alans Ideen sicher, und dazu spielt er auch noch das ganz normale Drum Set sowie buchstäblich unzählige ethnisch genauer zu verortende Instrumente. Purves Spezialität aber sind selbstgebaute Klanggeber, wie das – beim Glatt&Verkehrt-Team schon fast legendäre – „brim bram“, eine kleine Schachtel, die mit Einsiede-Gummi-Ringen bespannt ist...
Alan „Gunga“ Purves spielt seit 30 Jahren in Jazz-, Rock- und Reggaebands ebenso wie in eklektischen Projekten der internationalen Improvisations- und Experimentalszene. Vom südafrikanischen Saxophonisten Sean Bergin über den argentinischen Bandoneonspieler Gustavo Toker oder den indischen Trompeter Rajesh Metha bis zu John Zorn wissen Musiker aus den unterschiedlichsten Stilrichtungen Purves Fähigkeiten zu schätzen.
Er ist Autodidakt, und seine Biografie erzählt von den Verschlingungen eines heimatlosen Burschen aus Schottland, der sich unter anderem als Friseur und
Boxer versuchte und schließlich doch bei der Musik landete, was ihn selbst immer wieder ein wenig zu verwundern scheint. Purves Talent liegt, neben seiner extremen Flexibilität, im spontanen Einsatz der Mittel und im instinktivem Wissen um die Einfachheit. In Kombination mit einem seltsamen Outfit – von Schottenrock bis Latzhose – und staubtrockenem Humor werden seine Solo-Performances im Zelt zum Erlebnis werden.