Einführung / Kurzbeschreibung

Aus dem südlichen Raum der Sahara kamen einst viele Zwangsarbeiter bzw. Sklaven in den afro-arabischen Raum. Ihre Musik vermischte sich mit lokalen Formen und fand durch ihre Intensität Eingang in den Sufismus. Innerhalb der Gnawa-Kultur...

Programm

Aus dem südlichen Raum der Sahara kamen einst viele Zwangsarbeiter bzw. Sklaven in den afro-arabischen Raum. Ihre Musik vermischte sich mit lokalen Formen und fand durch ihre Intensität Eingang in den Sufismus. Innerhalb der Gnawa-Kultur gibt es Bruderschaften, in denen Musiker und Heiler eine bedeutende Rolle spielen. Eine Gnawa Aufführung ist zunächst kein Konzert, sondern Zeremonie und Ritual, wobei die Bewegungen der Tänzer teilweise an gefesselte Menschen erinnern und so die Wurzeln der Gnawa in der Versklavung widerspiegeln. Die musikalischen Bausteine dafür sind denkbar einfach: In beständigem Ruf- und Antwortspiel wird gesungen, durchdringende Metallklappern prägen die Perkussion, die dreisaitige Laute Guembri ist das oft einzige Melodie-Instrument. Die Wirkung ist magisch, auch deswegen wird Gnawa- Musik seit Jahrzehnten im Jazz und anderen Genres als Inspiration verwendet. Die Mitglieder des Ensembles Gnawa Oulad Sidi kommen aus Taroudant und Dcheira, unweit von Agadir. Sie führen die Tradition, auch in Hinblick auf soziale Aspekte, auf mitreißende Art weiter.

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